GBlog – Der Anfang und der Traum vom eigenen CMS/Blog

Im November des Jahres 2014 war das CMS WordPress noch nicht ganz so groß wie es heute ist, es wurde aber immer bekannter. Das war für uns Grund genug den Willen zu entwickeln dem etwas entgegen zu setzen. Unser erstes Produkt GBlog erblickte das Licht der Erde.

Der Grundstein für den GBlog ist schnell gelegt

Für unser angehendes GBlog-System ist schnell ein Grundgerüst aufgestellt und viele coole Ideen für den Funktionsumfang sind schnell gefunden.

GBlog soll ein CMS werden, mit dem Anspruch den Besuch und das administrieren der Seite so einfach wie möglich zu machen. Es sollte aber auch eine gewissen Umfang an Funktionen und Komplexität besitzen.

Die geplanten Funktionen für den GBlog

Für die Planung des Projektes hatten wir uns mehrere Tage Zeit genommen. Dabei haben wir viele tolle Ideen für Funktionen gesammelt. Folgende Funktionen hatten wir uns zum Start der Seite überlegt:

  • Es soll ein umfangreiches Beitragssystem geben, mit welchem der Administrator der Seite seine Website mit Inhalt füllen kann. Damit wollten wir die Blog-Komponente von GBlog abbilden.
  • Es soll einen Medienbereich geben, in welchen der Administrator die für die Beiträge benötigten Medien hochladen kann. Es sollte auch möglich sein, Videos hochzuladen um diese als Vorschau für einen Post zu setzen.
  • Ein Benutzerverwaltungssystem für Moderatoren und/oder Beitragsersteller und die Möglichkeit bestimmte Berechrigungen vergeben zu können. Es sollte auch eine Möglichkeit für das gleichzeitige Editiern von Posts geben!

GBlog - Da hatten wir uns viel vorgenommen!
Da hatten wir uns viel vorgenommen!

Wie beginnt man ein solches Projekt?

Ich, Kai, habe damals und bis zum Abbruch des Projektes allein an der Umsetzung gearbeitet und dessen Entwicklung vorangetrieben. Das war für mich als Einsteiger sehr schwierig, vor allem da ich damals noch wenig von externen Tools gehalten habe.

Also, wie starten?

Ich hatte bisher noch nie ein Projekt selbstständig von Grund an aufgebaut. Schon gar nicht von dem Umfang den ich für dieses Projekt angedacht hatte.

Der erste Schritt we es die groben Layouts für die ersten Seiten zu erstellen. Ich hatte zu der Zeit noch relativ wenig von Templates und MVC gehört, dementsprechend sah dann auch das Code-Gewurschtel aus.

GBlog - So sah der Code irgendwann für mich aus.
So sah der Code irgendwann für mich aus.

Trotz mäßiger Code-Qualität und langweiligen Layouts konnte ich schnell einige Funktionen umsetzen. Mit kam dann leider mein Optimierungszwang dazwischen, der dann alles etwas verlangsamt hat.

Als GBlog einen gewissen Stand erreicht hatte, habe ich die Software selbst produktiv eingesetzt und hatte viel Spaß damit. Auch, wenn ich eher wenig gepostet habe haben mir meine selbst eingebauten Funktionen sehr gut gefallen.

Verfügbare Funktionen im letzten GBlog-Update

Folgende Funktionen konnte bis zum letzten Update von GBlog umsetzen:

  • Das Beitragssystem mit der Möglichkeit ein Titelbild für einen Post zu vergeben
  • Das Beitragssystem konnten auch bestehende Posts einfach angepasst werden.
  • Eine einfache Benutzerverwaltug. Es können drei verschiedene Benutzerrollen vergeben werden
  • Social Media Manager. Mit der Funktion können Twitter-, Twitch- und Youtube-Links gesetzt werden. Diese Links werden auf allen Seiten ausgegeben.
  • Ein Kommentar-Manager mit dem alle Kommentare zu Posts verwaltet werden können. Dazu gehört auch das Beantworten von Kommentaren

Aber es gibt, wie so oft, nicht nur positive Erfahrungen in so einem Projekt. Meine Motivation litt unter meiner fehlenden Erfahrung mit der Programmiersprache PHP. Dazu kam, dass die von mir genutzen Entwicklungsumgebungen die Arbeiten an GBlog unverhältnismäßig erschwert hatten.

Auf den Anfang folgt unweigerlich das Ende

Trotz der schlechten Bedingungen habe ich das Projekt verhältnismäßig auf einen guten Stand gebracht. Selbst eine überarbeitete Fassung des Systems in C# wollte ich umsetzen. Das hat sich nun aber mit den aktuell laufenden Projekten/Produkten erübrigt. Ich werde da wahrscheinlich nicht nochmal Zeit reinstecken und das ganze endgültig abschließen.

Rückblick

Wenn ich jetzt zurückblicke dann hätte ich es tatsächlich so viel einfacher haben können und ein bereits existierendes Blog-System eingesetzt. Meine
eigene Einstellung zu dem Thema „Fremde Software“ von damals nervt mich nun schon ein wenig . Die Zeit, die dadurch frei geworden wäre, hätte ich super für neue Projekte und Produkte einsetzen können. Die Zeit bzw. den zeitlichen Vorsprung könnte ich jetzt gut gebrauchen. Ich aber um eine negative Erfahrung reicher! Das nächste Mal schaue ich erst nach externen Programmen und Lösungen für meine Probleme und überlege mir danach ob ich das selbst umsetze z.B., wenn die externen Angebote nicht u meinen Anforderungen passen.

Sollte trotzdem jemand mal einen Blick auf das Projekt werfen wollen (um sich bei Fragen zu PHP-Problemen eine Inspiration zu holen), so stelle ich hier mal das Github-Repo hier zur Verfügung:

GBlog Github-Repo

Vergangenes ist nicht verloren

Trotz der Aufgabe des Projektes habe ich in der Vergangenheit mehrere Male einen Snapshot mit der archive.org Wayback-Machine erstellt und so meine Arbeit bis heute bewahrt.

Du möchtest dir das Frontend von meinem GBlog anschauen? Dann hast du hier die Möglichkeit:

https://web.archive.org/web/20161115101828/http://blog.goldwingstudios.de/

Ich habe bei der Erstellung dieses Beitrags sehr in Erinnerungen geschwelgt. Gedacht habe ich auch an all die Nächte und Streaming-Sessions die ich für die Erstellungen von GBlog aufgewendet habe. Das wird immer ein Teil von mir sein und in meinen Erinnerungen bleiben. Das ist fast wie die Verabschiedug eines guten Freundes.

Sollten Fragen oder Anregungen aufkommen, so dürfen diese gerne in den Kommentaren gestellt werden und auch in einer Mail/Tweet an mich gerichtet werden.

Wieder einmal vielen Dank für das interessierte Lesen bis hierher. Dieser Post ist zusammen mit dem Post zu dem Wechsel zu WordPress und den noch folgenden ein Teil der Serie meiner ursprünglichen Produkte. Mit dieser Serie möchte ich meinen Produkten und meiner Arbeit an diesen Produlten etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen. Gefällt euch diese Serie bisher, dann lasst es mich wissen.

Euch noch einen schönen Tag im neuen Jahr 🙂

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2 Kommentare zu „GBlog – Der Anfang und der Traum vom eigenen CMS/Blog“

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